NÖM poliert Image mit Heimatwerbung

Die niederösterreichische Molkerei NÖM muss ihr offenbar ramponiertes Image aufbessern. Die türkische Produktlinie, angefangen von der Türken-Milch „Süt“ bis hin zum NÖM-Joghurtbecher „Selam Türkiye“, hat zumindest bei den deutschsprachigen Konsumenten wohl eher abschreckend als anziehend gewirkt.
NÖM Gewinnkarte
NÖM bessert ihr offenbar ramponiertes Image mit Heimatwerbung auf.
Foto: Screenshot
Deshalb setzt das Unternehmen jetzt auf Heimatwerbung. Mit kernigen Sprüchen wie „Trink einen Schluck Heimat!“, „Genießen Sie ein Stück Heimat!“ und „Heimat schmeckt am Besten!“ sollen heimatbewusste Kunden zum Kauf animiert werden. Mittels Gewinnspiel werden Urlaube am Bauernhof und die „Niederösterreich-Card“ verlost. „Wo NÖM draufsteht ist Niederösterreich drinnen“, heißt es auf der Gewinnkarte.
Doch wo Niederösterreich drin ist, muss nicht unbedingt NÖM draufstehen. Denn auf den Türken-Joghurts, die laut Herstellerangaben im Gegensatz zur „Süt“ auch in den großen Supermarktketten zu finden sind, ist das Logo der Molkerei aus Baden bei Wien schon gar nicht mehr zufinden. Aus Angst vor Boykottaufrufen hat man die Herstellerangabe nur mehr in Kleinbuchstaben aufgedruckt.