Mittwoch, 16. Mai 2012

Brüssel und die Kriminalität, keine Polizei geht dort hin

Kriminalität ist in Belgiens Hauptstadt ein großes Problem. Manche Viertel gelten als No-go-Areas, in die sich nicht einmal die Polizei traut. Doch: Man verpasst eine Menge, wenn man sie meidet.

Haben Sie jüngst die Berichte über die hohe Verbrechensrate in Brüssel gelesen? Auslöser war eine fürwahr traurige Geschichte. Ein 56-jähriger Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Stib sollte einen Auffahrunfall aufnehmen, ein Auto hatte einen Bus gerammt, Routinesache.
Bis ein Freund des Autofahrers hinzukam und den Stib-Mann mit einem Fausthieb ins Gesicht niederschlug. Der gebürtige Albaner starb wenig später im Krankenhaus. Die Stib-Belegschaft streikte daraufhin fünf Tage lang, Brüssel stand in der Woche nach Ostern buchstäblich still.

Manche Viertel gelten als No-go-Areas

Zugegeben, Kriminalität ist in Belgiens Hauptstadt ein großes Problem, die Zahl vor allem kleiner Delikte ist so riesig wie die Arbeitslosigkeit. Manche Viertel – Anderlecht, Molenbeek, Cureghem – gelten als No-go-Areas. Es stimmt, bei Einbruch der Dunkelheit sollte man sich dort nicht unbedingt verirren.
Und ein Kommentar dazu
"Wo sich die Polizei nicht hintraut".
Super. So ein wunderschönes Lokalkolorit! Ist halt für die Vergewaltigten, die Beraubten und die Ermordeten und Erpreßten nicht ganz so widdewittbummbumm kunterbunterlustig, aber was solls schon?
Wäre doch vielleicht an der Zeit, das sich die Armee hintraut, wo die Polizei sich das nicht tut. Und Nägel mit Köpfen macht - oder eben solche rollen läßt.