Leerstand bei Büro Immobilien im schnitt bei 10 %


Trotz guter Konjunktur finden sich für viele Gewerbeimmobilien in den Randlagen deutscher Großstädte keine Nutzer mehr
Etwa zehn Prozent der Büroflächen sind in Metropolen nicht vermietet. Die Branche hält das schon für völlig normal.
Düsseldorf. Es ist gar nicht lange her und doch eine halbe Ewigkeit: Vor etwas mehr als zehn Jahren standen umzugswillige Unternehmen in den sechs größten Städten Deutschlands noch Schlange, um eine der wenigen freien Büroflächen zu ergattern. Heute wissen die Städte oftmals nicht wohin mit ihren vielen leeren Bürogebäuden. Und das, obwohl sich der Anteil der ungenutzten Flächen nach Recherchen von BNP Paribas Real Estate in den vergangenen zwölf Monaten fast überall reduziert hat: in Köln auf 8,9 Prozent, in Düsseldorf auf 11,6 Prozent, in Berlin auf 6,9 Prozent und in München auf 8,4 Prozent. In Frankfurt gab es keine Veränderung, hier haben noch immer 14,8 Prozent aller Büroflächen keine Mieter, in Hamburg kletterte die Quote um ein Prozent auf nunmehr 8,1 Prozent. "Der Konjunkturmotor brummt wieder und hat die Auftragslage vieler Unternehmen nachhaltig gebessert. Wer in den Krisenjahren 2008 bis 2009 aus Kostengründen keinen Umzug wagte, setzt diese Pläne jetzt um", hat Renate Kölbel, geschäftsführende Gesellschafterin bei Colliers Trombello Kölbel (CTK), in Düsseldorf beobachtet. Zugleich plagt sich gerade die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt mit einem recht hartnäckigen Sockelleerstand herum. Damit sind die Flächen gemeint, die so unattraktiv sind, dass sie wahrscheinlich keinen Mieter mehr finden werden. Doch wo kommen all die unvermietbaren Flächen her?