Euro Betrug: Heute simmt das slowakische Parlament über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirm ab!


Heute ist es soweit – als letztes der 17 Eurozone-Länder stimmt das slowakische Parlament über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirm ab!
Welche Folgen hätte ein slowakisches Ja oder Nein zur Reform des EFSF tatsächlich?
Eine interessante Zusammenfassung im SPIEGEL:
Wäre der Rettungsschirm bei einer Ablehnung am Ende?

Nein. Der Rettungsschirm EFSF wurde bereits im Juni 2010 gegründet, um von der Pleite bedrohten Euro-Ländern in der Not zu helfen. Ausgestattet ist er mit einem Garantierahmen von bis zu 440 Milliarden Euro. In dieser Form würde er auch weiterhin bestehen bleiben. Die bereits laufenden Hilfsprogramme für Irland und Portugal würden weiterlaufen. Auch das schon im Frühling 2010 geschnürte erste Hilfspaket für Griechenland bliebe unangetastet.
Was wird aus der Reform des Rettungsschirms?
Bei einem Nein der Slowakei wäre die Reform, sprich die Ausweitung des Rettungsschirms, vorerst gescheitert. Eine Aufstockung des Garantierahmens für Hilfen von bislang 440 Milliarden Euro auf 780 Milliarden Euro wäre nicht mehr möglich, weil alle 17 Euro-Länder zustimmen müssen. Allerdings könnte es sein, dass die Slowakei noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt über den EFSF abstimmt – und die Reform nachträglich möglich wird.
Welche anderen Folgen hätte ein Nein?
Die Ausweitung des EFSF war vor allem deshalb angegangen worden, weil er als zu klein gilt – und um die Finanzmärkte zu beruhigen. Sollte nach Irland und Portugal ein anderes, größeres Euro-Land ins Schlingern geraten, wäre der EFSF in seiner bisherigen Form quasi nutzlos. Das würde vor allem für Länder wie Italien oder Spanien gelten.
Eine Blockade der Slowakei wäre daher nicht nur eine Blamage für die Euro-Retter. Sie könnte auch für neue Unruhen an den Finanzmärkten sorgen und den Druck auf die überschuldeten Staaten der Euro-Zone deutlich erhöhen.
Gibt es eine Alternative, den Krisenfonds aufzustocken?
Es bieten sich zwei Alternativen an: Entweder müssten die anderen Euro-Staaten den ursprünglich eingeplanten Anteil der Slowakei übernehmen. Dieser liegt bei weniger als 0,5 Prozent. In Zahlen heißt das: Zum geplanten aufgestockten Volumen von 780 Milliarden Euro steuert das osteuropäische Land gerade einmal 3,5 Milliarden Euro bei.
Oder die anderen 16 Euro-Länder würden es akzeptieren, dass die Garantiesumme nicht wie geplant von 440 auf 780 Milliarden Euro aufgestockt wird, sondern um einen etwas geringeren Betrag.
Zurzeit nehmen wir noch Wetten entgegen – die Parlamentssitzung beginnt um 13.00 Uhr und ist für mehrere Stunden eingeräumt!
Wir tippen auf Variante 1 – Slowakei wird zustimmen, aber wir übernehmen diesen Pappenstiel von 3,5 Milliarden Euro!