Berlin und der Schulkampf

Wir berichteten bereits vor fünf Wochen über dieZwangsverschickung Berliner Erstklässler an multikulturelle Problemschulen durch die regierende SED. Jetzt hat auch das TV-Magazin Monitor das Thema entdeckt. Deutsche Eltern mit überwiegend links-grünem Ideologiehintergrund sehen sich plötzlich damit konfrontiert, dass ihre idealistischen Vorstellungen, die bisher nur das Leben der Anderen betrafen, die eigene Familie erreichen. Jetzt heißt es, den Protest so zu formulieren, dass niemand erkennen kann, dass man dieselben Ängste empfindet, für die man die sogenannten Rechtspopulisten verachtet und beschimpft.
Aufzeichnung des Monitorbeitrages über den Berliner Schulkonflikt:
Die Zwangszusammenlegung lernunwilliger mit normalen Schülern durch Verwaltungsakte scheint nicht nur in Berlin das letzte Mittel der Wahl zu sein. wo rote und grüne bestimmen. Im Kölner Norden soll gegen den Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung eine Hauptschule in Worringen aufgelöst und ausgerechnet mit jener Hauptschule in Seeberg zusammengelegt werden, wo Ende Mai ein Schüler auf dem Pausenhof totgeprügelt wurde (wir berichteten). Zynisch bemerken die GRÜNEN, der Vorfall könne sich sogar günstig auf die Aufnahme der Neuen auswirken:
SPD und Grüne stimmten dafür, die Schule in Worringen aufzulösen und sie mit der Hauptschule in Seeberg zu fusionieren. Die Ausschussmehrheit folgte damit dem Wunsch beider Schulen, stimmte aber gegen den Beschluss der Chorweiler Bezirksvertretung. Die hatte gefordert, nach dem Tod eines Schülers in Seeberg die Zusammenlegung der Schulen auszusetzen. Der Neuntklässler war Ende Mai von einem Mitschüler auf dem Schulhof ins Koma geprügelt worden und einige Tage später gestorben.
An der besondere Situation, mit der die Seeberger Schule umgehen muss, gab es im Schulausschuss keinen Zweifel. Der brutale Überfall müsse jedoch kein Hinderungsgrund für die Zusammenlegung sein. Dadurch sei eine „hohe Sensibilität“ entstanden, die die Aufnahme der neuen Schüler sogar erleichtern könne, so die Grünen.