Stiftung Warentest veröffentlicht Warnliste dubioser Finanzprodukte

Stiftung Warentest veröffentlicht Warnliste dubioser Finanzprodukte

Berlin (dpa/AFP/yahoo) - Dubiose Kapitalanlagen verursachen hohe Schäden: Rund 30 Milliarden Euro pro Jahr verlieren Geldanleger nach Angaben der Stiftung Warentest auf diese Weise. Anlässlich des Weltverbrauchertages an diesem Dienstag stellen die Tester aus Berlin eine Woche lang eine Warnliste kostenlos zur Verfügung, damit Verbraucher sich vor zweifelhaften Angeboten schützen können.

Die Stiftung Warentest veröffentlichte zum Weltverbrauchertag am Dienstag eine Warnliste, die unseriöse Produkte und Anbieter aufzählt. Die Liste, die monatlich aktualisiert wird und für die Verbraucher normalerweise zahlen müssen, soll nun eine Woche lang kostenlos abrufbar sein. Verbraucher können sich so im Internet ausführlich und kostenlos über dubiose Finanzprodukte und fragwürdige Anbieter informieren.

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Die Liste zeige, welche Anbieter oder Vermittlungsfirmen innerhalb der vergangenen zwei Jahre negativ aufgefallen seien, erläutert die Stiftung Warentest. Die Palette reiche vom Verkauf überteuerter Wohnungen über Angebote zu verlustreichen Termingeschäften bis hin zu dubiosen Beteiligungen. Die Warentester kritisieren auch Banken und Sparkassen, wenn diese riskante Schiffsfonds als Altersvorsorge empfehlen. Aufgelistet sind neben zahlreichen eher unbekannten Anbietern auch bekannte Namen wie TÜV, AWD, Postbank, Badenia, DKB oder HypoVereinsbank.

Schrottimmobilien und Datenschutzverstöße
Die Badenia wird beispielsweise aufgrund der Vermittlung von Schrottimmobilien gelistet. Auch die Hypo Vereinsbank wird im Zusammenhang mit der Vermittlung völlig überteuerter Immobilien genannt. Die Postbank wird von der Stiftung Warentest aufgrund von Datenschutzverstößen kritisiert. Der Bank wird laut Stiftung Warentest vorgeworfen, freien Mitarbeitern der Postbank Finanzberatung AG Einblick in Millionen von Girokonten gewährt zu haben, um den Verkauf ihrer Produkte voranzutreiben. Gegen die Bank wurde deshalb ein Bußgeld von 120 000 Euro verhängt. Der TÜV Nord wird von der Stiftung dafür kritisiert, riskanten Anlageprodukten zum Teil sehr gute Noten zu geben. Mittlerweile wurde diese Praxis offenbar eingestellt.

Die Warnliste der Warentester wird monatlich aktualisiert und ist normalerweise kostenpflichtig. Hier geht´s zu der Liste.