News Immobilien:Soros, Investiert in Chinesische Immobilien?


Laut einer Meldung von China Daily plane der bekannte amerikanische Investor und Multimilliardär George Soros, in chinesische Immobilien zu investieren. Soros wolle innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre einen China-Immobilienfonds gründen, um von der derzeitigen Korrektur im chinesischen Markt profitieren zu können. Andere ausländische Fonds beginnen bereits jetzt mit den Investitionen.

Kaum fallen die Preise, schon sind sie da – die internationalen Investoren. Angelockt von der bereits seit einigen Wochen laufenden Korrektur im chinesischen Immobilienmarkt melden angeblich immer mehr internationale Immobilienfonds ein Interesse an einem Einstieg in den chinesischen Markt an. So meldete das Management der CITIC Capital Holdings Limited, dass der neu aufgelegte "CITIC Capital China Retail Properties Investment Fund” bereits ein Drittel des geplanten Gesamtkapitals von 600 Millionen Dollar eingesammelt habe. Ein Großteil des Geldes sei dabei aus den USA und Europa gekommen.
Aufsehen erregte jedoch die Meldung des 21st Century Business Herald, der bekannte amerikanische Investor George Soros wolle ebenfalls einen Immobilienfonds gründen und in chinesische Immobilien investieren. Woher der Business Herald diese Information hat, bleibt jedoch unklar. Stimmen könnte sie, weil der Zeitpunkt laut Aussagen mehrerer Immobilienexperten günstig sei. So sagte etwa Richard van den Berg von CBRE Global Investments, er erwarte, dass die Korrektur bei den chinesischen Immobilien etwa anderthalb Jahre anhalten werde. "Es wäre genau der richtige Zeitpunkt für Soros, einen solchen Fonds zu eröffnen. Er könnte damit diejenigen chinesischen Bauträger ins Visier nehmen, die durch die derzeit laufende Korrektur in Geldnot geraten sind", sagte van den Berg, dessen Firma ein Vermögen in Höhe von immerhin 95 Milliarden Dollar verwaltet, welches vollständig in Immobilien investiert ist.
Stephen Ip, ein Partner von KPMG China, sieht die Lage jedoch etwas anders. Zwar sei die Zeit für Investitionen allein schon aufgrund der, durch die bisherige Korrektur von knapp 30 Prozent, gesunkenen Risiken reif. Doch einige Investoren seien noch vorsichtig: "Einige der Fonds haben eine Art "abwarten und Tee trinken"-Haltung eingenommen. Sie sind der Meinung, dass die Preise noch deutlich fallen werden, da die Situation für die chinesischen Bauträger von Tag zu Tag schlimmer wird", sagte Ip.