Eisenach/Zwickau (DE) – Weiteres Rätsel im Fall der NSU-Mordserie: Anwohner im Neubaugebiet sagen übereinstimmend, dass sie vor dem angeblichen Selbstmord der mutmaßlichen Bankräuber und Mörder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt keine Schüsse gehört haben.
Das berichtet der STERN. Nach der bisher bekannten Darstellung hatten die beiden Männer nach einem Überfall auf eine Sparkasse in Eisenach das Wohnmobil gegen 11.30 Uhr angezündet und sich erschossen. Zwei Polizeibeamte hätten sich zuvor dem verdächtigen Wohnmobil genähert und zwei Schüsse gehört, während sie in Deckung auf Verstärkung warteten und das Wohnmobil in Flammen aufging (eine andere Version besagt, dass das Fahrzeug bereits umstellt gewesen sein soll). Wie das Blatt berichtet, haben aber die meisten Anwohner und Augenzeugen die ersten Polizisten zwar kommen und das Wohnmobil brennen sehen, aber weder davor noch danach Schüsse gehört. Lediglich eine Familie hatte gegenüber der Polizei von drei Schüssen gesprochen. Eine Frau, die keine zehn Meter vom letzten Standort des Wohnmobils wohnt, nahm durch ihr geöffnetes Fenster den Geruch von verbranntem Plastik wahr. “Schüsse sind aber keine gefallen, das hätte ich gehört.”
Das Blatt berichtet weiter, dass Anwohner bei der Polizei zudem ausgesagt hätten, am Tag nach dem Brand eine verwirrte Frau vor Ort beobachtet zu haben, die sie auf Fotos als Beate Zschäpe identifizieren konnten, die dann wieder in ein Auto gestiegen und davon gefahren sei. Außerdem würden Ermittler auch noch eine mögliche Fernzündung per Handy untersuchen.