Und was passiert wenn der Ausstieg aus der Atomkraft wie von den Hysterikern gefordert sofort geschieht? Mag ich mir dar nicht ausdenken.
Strompreis steigt wieder.
Nach den Daten haben bereits im März 51 lokale Versorger ihre Kunden stärker zur Kasse gebeten. Ab April wollen 33 Anbieter und im Mai noch einmal 17 Unternehmen ihren Strom verteuern. Klingt im Vergleich zum großen Schub Anfang des Jahres überschaubar, hat aber enorme Auswirkungen: Betroffen seien mehr als zehn Millionen Haushalte, sagt Daniel Dodt von Toptarif.de. Dies liegt insbesondere daran, dass nach RWE, ENBW und Vattenfall nun auch der Energieriese Eon die große Preiswelle mit anschiebt. Aber auch der größte ostdeutsche Regionalversorger enviaM mischt mit – ebenso Unternehmen wie die sächsische Enso und die Münchener Stadtwerke, die einen großen Kundenstamm haben.
Im Schnitt steigen die Preise in dieser Teuerungsrunde um 6,1 Prozent. So muss sich beispielsweise ein vierköpfiger Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden Strom auf Mehrkosten von durchschnittlich rund 60 Euro einstellen.
Kritiker: EEG-Umlage vorgeschoben
Wie schon bei den Preiserhöhungen zu Jahresbeginn begründen die Versorger auch die jetzige Verteuerung mit der Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage). Seit 2011 werden pro Kilowattstunde 3,53 Cent fällig, statt wie bis dahin knapp 2,05 Cent.
Doch es gibt Ausnahmen: So sind seit Anfang April beispielsweise für Kunden in Leipzig die Kosten um 3,5 Prozent gesunken, in Saarbrücken zahlen Verbraucher 3,7 Prozent weniger – allerdings waren die Strompreise in beiden Städten zu Jahresbeginn auch deutlich gestiegen.
Was wird nach Fukushima?
Dass es mit den Strompreisen aufwärts geht, zeigt ein kurzer Blick auf die Daten der einschlägigen Handelsplätze. An der Leipziger Strombörse EEX beispielsweise lag der Durchschnittspreis im ersten Quartal 2011 bei 51,85 Euro pro Kilowattstunde – ein Jahr zuvor waren es noch 41,02 Euro.