Die Linke Einheitsschule

Seit über vierzig Jahren bemühen sich linke Bildungsreformer um die Abschaffung des Gymnasiums und die Einrichtung der Einheitsschule. Weil die Verwirklichung dieser Einheits-Gesamtschule nicht immer reibungslos funktioniert – man erinnere sich an das schwarz-grüne Schuldebakel in Hamburg – wird der immer neue Versuch mit immer neuen Namen versehen. Früher fügte man die „Orientierungsstufe“ ins Schulwesen ein, heute heißt der Nebelwerfer „Gemeinschaftsschule“.

Sinn und Zweck der Aktion, wie bei allen Gesamtschulen, ist die Niveauabsenkung, damit auch noch der Begriffsstutzigste ein Abitur machen kann. Im PC-Neusprech heißt das dann die „Verwirklichung von Chancengleichheit“. Neuerdings kommt noch die bildungspolitische Forderung hinzu, Migrantenkindern bessere Schulabschlüsse zu ermöglichen. Das sei ein Beitrag zur Integration. Bekommen Migrantenkinder schlechte Abschlüsse, ist die böse Mehrheitsgesellschaft schuld. Das ist die aktuelle PC-Logik.

Im Gegensatz zur klassischen Gesamtschule nehmen die linken Bildungs-Kamikaze jetzt aber eben Rücksicht auf die öffentliche Meinung. In NRW fing man an. BaWü steht nun auf dem Programm. Weil man ja so „ungeheuer freizügig“ ist, soll nun (basisdemokratisch) vor Ort entschieden werden, ob eine Gemeinschaftsschule eingerichtet werden soll. Das Rezept ist sehr einfach: Man kürzt den klassischen Gymnasien die Mittel, verspricht den geistig Mittelloseren einen tollen Bildungsabschluss, um dann zu fragen: Wollt ihr die totale Gemeinschaftsschule, ohne Selektion, noch totaler und gleicher, als ihr sie bis jetzt kennt? Es gibt keine armen Hauptschüler mehr, die die Abschluss-Arschkarte ziehen, sondern nur noch erfolgreiche Abiturienten?

Wer sagt dazu schon nein? Viele Familien zum Beispiel, die wissen, dass ihre Kinder an diesen linken Klippschulen nichts mehr lernen und sich nicht aufs Studium vorbereiten können. Die einen wandern auf Privatschulen ab. Die anderen ärgern sich. Und es gibt einige Kommunen, die um ihre Gymnasien kämpfen. So zum Beispiel das nordrhein-wetsfälische Finnentrop. Hier wollten die Kommunen die Einrichtung der Oberschule auf Kosten des Gymnasiums verhindern, und sie bekamen recht. Während die Linke Einheitsfront heult, freut sich die Bürgerbewegung Pro NRW. Judith Wolter (Bild oben) erklärte für alle Gesamtschulgefrusteten:

„Was von der Landesregierung immer wieder verschleiert wurde: Die Einrichtung der als Gemeinschaftsschulen getarnten Einheitsschulen stellt einen massiven Angriff gegen das gegliederte Schulsystem und in Sonderheit gegen das Gymnasium dar. Es geht nach der Vorstellung linker Egalitaristen vor allem darum, endlich den Elitegedanken mit der geplanten Abschaffung des Gymnasiums zu entsorgen. Da Rote und Grüne wissen, dass dies gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung durchgesetzt werden müsste, wollte man die Angelegenheit mit einer Salamitaktik lösen.

Vor Ort sollten Gemeinschaftsschulen mit allerlei Versprechungen und durch eine Besserstellung durchgesetzt werden. Das Urteil zeigt, dass diese Rechnung nicht aufgeht. Pro NRW wird sich weiter klar bildungspolitisch als einzige Alternative positionieren, die sich für den Erhalt des gegliederten Schulwesens einsetzt. Der von unserem bildungspolitischen Sprecher Torsten Lange entwickelte und mit großer Mehrheit beim letzten Parteitag von Pro NRW verabschiedete Leitantrag wird weiter diskutiert werden. Außerdem wird es jetzt darauf ankommen, dass wir dieses Thema auf breiter Front zu den Bürgern tragen.

Es geht um unsere Kinder und damit um unsere Zukunft.“

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